3.103 Bewertungender Weight Doctors® Gruppe · 97 ⁠% WeiterempfehlungsrateRatgeber · 8 Min. Lesezeit

Viszerales Bauchfett erkennen, messen, verringern

Fett, das tief im Bauch die inneren Organe umhüllt, ist von außen kaum zu sehen – und wirkt doch auf Blutzucker, Blutfette und Blutdruck. Was es ausmacht, wie Sie es abschätzen und was es verringern kann.

Das Wichtigste in Kürze

  1. Was es istViszerales Bauchfett liegt in der Bauchhöhle und umhüllt Leber, Darm und andere innere Organe. Anders als das Fett unter der Haut lässt es sich nicht greifen.
  2. Warum es zähltEs ist stoffwechselaktiv, gibt Blutfette und Entzündungsstoffe ab und hängt eng mit Typ-2-Diabetes, Fettleber und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zusammen.
  3. Wie man es abschätztGenau messen lässt es sich nur mit Bildgebung wie MRT oder CT. Für den Alltag sind Taillenumfang und das Taille-zu-Größe-Verhältnis (WHtR) ein guter Richtwert.
  4. Was hilftEin moderates Kaloriendefizit, regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf und wenig Alkohol. Bauchübungen allein lassen es nicht gezielt schwinden.
  5. Wann ärztlich abklärenIst der Bauchumfang erhöht, lohnt ein Blick auf Blutzucker, Blutfette und Blutdruck – oft bevor Beschwerden auftreten.

Persönliche Beratung

Neugierig auf mehr?

Hinterlassen Sie einfach hier Ihre Kontaktdaten. Unser Team meldet sich schnellstmöglich bei Ihnen.

Was ist viszerales Bauchfett?

Fett am Bauch ist nicht gleich Fett am Bauch. Ein Teil liegt direkt unter der Haut: das Unterhautfett, in der Fachsprache subkutanes Fett. Es lässt sich mit den Fingern greifen und ist gesundheitlich vergleichsweise unauffällig. Das viszerale Bauchfett dagegen liegt tiefer, hinter der Bauchmuskulatur. „Viszeral“ kommt vom lateinischen Wort für die Eingeweide: Dieses Fett sitzt in der Bauchhöhle und umhüllt Leber, Magen, Darm und Bauchspeicheldrüse.

Von außen sieht man das viszerale Fett nicht direkt. Ein Hinweis ist ein Bauch, der sich eher fest als weich anfühlt und nach vorn wölbt, während Arme und Beine vergleichsweise schlank bleiben. Mediziner sprechen dann von bauchbetontem Übergewicht oder der Apfelfigur. Auch Menschen mit normalem Gewicht können vermehrt viszerales Fett tragen – das Gewicht allein verrät es nicht.

Viszerales Fett und Unterhautfett im Vergleich

  • LageUnterhautfett liegt zwischen Haut und Muskulatur, viszerales Fett in der Bauchhöhle zwischen den Organen.
  • TastenUnterhautfett lässt sich als Speckfalte greifen, viszerales Fett nicht.
  • StoffwechselViszerale Fettzellen setzen mehr Triglyceride (Blutfette) frei als das Unterhautfett an Oberschenkeln, Armen oder Po. Sie sind zudem insulinresistenter und bilden mehr Entzündungsstoffe.
  • VeränderungBeide Fettarten lassen sich durch Ernährung und Bewegung beeinflussen. Eine Fettabsaugung erreicht dagegen nur das Unterhautfett.

Warum viszerales Bauchfett der Gesundheit schadet

Viszerales Bauchfett ist kein bloßer Energiespeicher. Es gibt Fettsäuren, Botenstoffe und Entzündungsstoffe ab, die zum Teil über die Pfortader – das Blutgefäß vom Darm zur Leber – direkt in die Leber gelangen. Das kann die Entstehung einer Fettleber begünstigen und dazu beitragen, dass Leber und Muskeln schlechter auf Insulin ansprechen. Diese Insulinresistenz ist eine Vorstufe des Typ-2-Diabetes.

Viel viszerales Bauchfett geht deshalb häufig mit weiteren Störungen einher: erhöhtem Blutzucker, erhöhten Blutfetten, einem zu niedrigen „guten“ HDL-Cholesterin und Bluthochdruck. Treffen bauchbetontes Übergewicht und mindestens zwei dieser vier Störungen zusammen, sprechen Ärztinnen und Ärzte von einem metabolischen Syndrom. Es verläuft lange ohne Beschwerden, erhöht aber das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Typ-2-Diabetes. Welche Grenzwerte gelten, steht unter Sind Sie betroffen?

Viszerales Bauchfett messen: was zu Hause geht und was nicht

Eine Waage zeigt das Gewicht, aber nicht, wo das Fett sitzt. Um viszerales Bauchfett einzuschätzen, gibt es einfache und aufwendige Wege.

3D-Avatar aus dem Weight Doctors® 3D Bodyscan mit Auswertung der Körperwerte

Taillenumfang und WHtR

Der Taillenumfang ist der einfachste Hinweis. Gemessen wird mit einem Maßband in der Mitte zwischen unterem Rippenbogen und oberem Beckenrand, entspannt und ohne den Bauch einzuziehen. Beim metabolischen Syndrom gilt ein Taillenumfang von mehr als 88 cm bei Frauen und mehr als 102 cm bei Männern als bauchbetontes Übergewicht.

Aussagekräftiger ist oft das Verhältnis von Taillenumfang zu Körpergröße, kurz WHtR (Waist-to-Height Ratio). Ein Wert unter 0,50 spricht für eine günstige Fettverteilung, ab 0,50 sitzt mehr Fett am Bauch, als für die Gesundheit gut ist, ab 0,60 gilt der Wert als deutlich erhöht. Mit dem WHtR-Rechner haben Sie Ihren Wert in wenigen Sekunden; zusammen mit dem BMI ergibt sich ein vollständigeres Bild.

Bildgebung beim Arzt

Genau bestimmen lässt sich die Menge an viszeralem Fett nur mit bildgebenden Verfahren wie der Magnetresonanztomografie (MRT) oder der Computertomografie (CT). Auch eine spezielle Röntgenmessung der Körperzusammensetzung (DXA) kann es abschätzen. Diese Untersuchungen werden in der Regel nicht allein wegen des Bauchfetts gemacht; für die Einschätzung im Alltag reichen Taillenumfang und WHtR meist aus.

Körperfettwaagen und Bodyscan

Körperfettwaagen schicken einen schwachen Strom durch den Körper und schätzen daraus den Fettanteil. Das ist für den Verlauf hilfreich, trennt aber nicht verlässlich zwischen viszeralem Fett und Unterhautfett. Der Weight Doctors® 3D Bodyscan erfasst in rund 30 Sekunden unter anderem Körperfettanteil, WHtR und Taillenumfang – immer an denselben Stellen. So wird sichtbar, ob der Bauch kleiner wird, auch wenn sich die Waage kaum bewegt.

Ein moderates Kaloriendefizit

Grundlage ist, etwas weniger Energie aufzunehmen, als der Körper verbraucht. Sehr strenge Diäten halten die meisten Menschen nicht lange durch, und der Körper baut dabei auch Muskeln ab. Besser ist ein Defizit, das sich dauerhaft in den Alltag einfügt: kleinere Portionen, Gemüse und Hülsenfrüchte als Grundlage, Vollkorn statt Weißmehl, ausreichend Eiweiß und Wasser oder ungesüßter Tee statt zuckerhaltiger Getränke.

Bewegung: Ausdauer und Kraft

Bewegung wirkt beim viszeralen Fett besonders deutlich: Studien zeigen, dass regelmäßiges Ausdauertraining das viszerale Fett auch dann verringern kann, wenn sich das Gewicht nur wenig ändert. Krafttraining erhält zusätzlich die Muskulatur, die beim Abnehmen sonst leicht verloren geht. Bauchübungen wie Crunches stärken die Bauchmuskeln, lassen das Fett darüber oder dahinter aber nicht gezielt schwinden – Fett wird im ganzen Körper abgebaut, nicht dort, wo man trainiert.

Alkohol, Schlaf und Stress

  • Alkoholliefert viele Kalorien und wird bevorzugt verstoffwechselt, während die Fettverbrennung pausiert. Weniger Alkohol entlastet zudem die Leber.
  • SchlafSchlafmangel bringt die Hormone für Hunger und Sättigung aus dem Gleichgewicht und schwächt die Impulskontrolle. Wer zu wenig schläft, isst oft mehr.
  • StressChronischer Stress erhöht den Spiegel von Cortisol, einem Hormon, das mit einer Zunahme des Bauchfetts in Verbindung gebracht wird. Pausen, Bewegung und feste Essenszeiten können helfen.

Persönliche Beratung

Neugierig auf mehr?

Hinterlassen Sie einfach hier Ihre Kontaktdaten. Unser Team meldet sich schnellstmöglich bei Ihnen.

Bauchfett im Alter: warum Frauen ab 50 häufiger betroffen sind

Vor den Wechseljahren speichern Frauen Fett vor allem unter der Haut an Hüften, Po und Oberschenkeln. Sinkt der Östrogenspiegel, verschiebt sich die Fettverteilung: Es lagert sich mehr Fett am Bauch und zwischen den Organen ein, auch wenn das Gewicht gleich bleibt. Zugleich nimmt die Muskelmasse mit dem Alter ab.

Wer als Frau über 50 Bauchfett loswerden möchte, setzt deshalb auf dieselben Grundlagen – mit zwei Schwerpunkten: Krafttraining, um Muskeln zu erhalten, und ausreichend Eiweiß. Was sich in den Wechseljahren genau ändert und welche Wege es gibt, steht im Ratgeber Abnehmen in den Wechseljahren.

Was realistisch ist – und wo die Grenzen liegen

Wie schnell der Bauchumfang zurückgeht, ist individuell verschieden. Alter, Hormone, Erbanlagen, Schlaf und Vorerkrankungen spielen mit. Hilfreich ist, nicht nur auf die Waage zu schauen, sondern regelmäßig die Taille zu messen: Sie zeigt Veränderungen am viszeralen Fett oft deutlicher als das Gewicht.

Eine Fettabsaugung ist kein Weg, viszerales Fett zu verringern. Sie entfernt Unterhautfett; das Fett in der Bauchhöhle liegt hinter der Bauchmuskulatur und ist für sie nicht erreichbar. In einer Studie veränderten sich Blutzucker, Blutfette und Blutdruck nach einer großflächigen Fettabsaugung am Bauch nicht messbar.

Wann ärztliche Unterstützung sinnvoll ist

Liegt Ihr WHtR bei 0,50 oder darüber oder ist Ihr Taillenumfang erhöht, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll – am besten, bevor Beschwerden auftreten. Dazu gehören Blutzucker, Blutfette und Blutdruck. Sind die Werte auffällig, kann eine Gewichtsabnahme helfen, Folgeerkrankungen vorzubeugen.

Gelingt das mit Ernährung und Bewegung allein nicht, gibt es ärztlich begleitete Wege. Ein persönliches Ernährungscoaching hilft, die Umstellung im Alltag durchzuhalten. Bei deutlichem Übergewicht – in der Regel ab einem BMI von 30, mit gewichtsbedingten Begleiterkrankungen ab 27 – kann eine medikamentöse Behandlung wie die Weight Doctors® GLP-⁠1 Pharmakotherapie infrage kommen; ob sie sinnvoll ist, entscheidet eine Fachärztin oder ein Facharzt nach medizinischer Prüfung. Bei höherem BMI können ein Magenballon oder eine Magenverkleinerung Wege sein.

Patientenberaterin von Weight Doctors® am Telefon

Beratung

Ob Ihr Bauchumfang ein Thema für Ihre Gesundheit ist und welcher Weg zu Ihnen passt, klären wir gemeinsam im Beratungsgespräch – 100 ⁠% unverbindlich. Der 3D Bodyscan macht Veränderungen an Taille und Körperfett im Verlauf sichtbar, das Weight Doctors® 360° Ernährungscoaching begleitet Sie bei der Umstellung im Alltag. Beratung buchen

Häufige Fragen

Fragen und Antworten

Ihre Frage ist nicht dabei? Im Beratungsgespräch nimmt sich Ihr Facharzt Zeit dafür.

Wie erkenne ich viszerales Bauchfett?

Ein fester, nach vorn gewölbter Bauch bei vergleichsweise schlanken Armen und Beinen ist ein Hinweis. Verlässlicher sind Taillenumfang und WHtR: Ein WHtR ab 0,50 spricht dafür, dass mehr Fett am Bauch sitzt, als für die Gesundheit gut ist. Genau bestimmen lässt es sich nur mit Bildgebung wie MRT oder CT.

Wie schnell kann man viszerales Bauchfett abbauen?

Das ist individuell verschieden. Viszerales Fett kann schon auf eine moderate Gewichtsabnahme und regelmäßige Bewegung reagieren. Am Taillenumfang zeigt sich das meist über Wochen bis Monate – messen Sie daher regelmäßig, immer an derselben Stelle.

Welche Lebensmittel helfen gegen viszerales Bauchfett?

Kein einzelnes Lebensmittel baut gezielt Bauchfett ab. Hilfreich ist eine Ernährung mit viel Gemüse, Hülsenfrüchten, Vollkorn und Eiweiß, wenig Zucker in Getränken und wenig Alkohol – in Mengen, die ein leichtes Kaloriendefizit ergeben.

Helfen Bauchübungen gegen Bauchfett?

Bauchübungen stärken die Muskulatur, bauen das Fett am Bauch aber nicht gezielt ab. Fett verliert der Körper insgesamt, nicht an der Stelle, die trainiert wird. Ausdauer- und Krafttraining in Verbindung mit einer angepassten Ernährung wirken deutlich mehr.

Warum bekommen Frauen im Alter mehr Bauchfett?

Mit den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel. Dadurch lagert der Körper Fett eher am Bauch und zwischen den Organen ein als an Hüften und Oberschenkeln. Dazu kommt, dass die Muskelmasse mit dem Alter abnimmt und der Körper in Ruhe etwas weniger Energie verbraucht.

Kann eine Körperfettwaage viszerales Fett messen?

Körperfettwaagen schätzen den Fettanteil über einen schwachen Strom. Für den Verlauf sind sie nützlich, viszerales Fett und Unterhautfett trennen sie aber nicht verlässlich. Für die Einschätzung zu Hause sind Taillenumfang und WHtR aussagekräftiger.

Entfernt eine Fettabsaugung viszerales Bauchfett?

Nein. Eine Fettabsaugung erreicht nur das Fett unter der Haut. Viszerales Fett liegt hinter der Bauchmuskulatur zwischen den Organen und lässt sich nicht absaugen. Verringern lässt es sich über Ernährung, Bewegung und eine Gewichtsabnahme.

Weiterlesen

Das könnte Sie auch interessieren

Alle Behandlungen im Überblick

Breites Leistungsangebot
ohne Eingriff
Operation
  1. Ohne EingriffWeight Doctors® GLP-⁠1 PharmakotherapieMedikamentös, ohne Eingriff
  2. Ohne EingriffWeight Doctors® 360°Ernährungscoaching
  3. LanganhaltendNeuWeight Doctors® hydroGMAEndoskopisch, ohne Schnitt
  4. Ohne OPWeight Doctors® MAGENBALLONAuf Zeit, auch zum Schlucken
  5. Ohne OPAuch auf Kasse möglich*Weight Doctors SLEEVE®Endoskopisch, dauerhaft
  6. Mit OperationAuch auf Kasse möglich*Weight Doctors BARIATRICS®Chirurgisch, minimalinvasiv
  7. Mit OperationAuch auf Kasse möglich*Weight Doctors® REVISIONKorrektureingriff nach Magen-OP
  8. LipödemAuch auf Kasse möglich*Weight Doctors® Lipödem-OPLiposuktion bei Lipödem
  9. Nach dem AbnehmenAuch auf Kasse möglich*Weight Doctors® RESHAPENach dem Abnehmen

* Bei leitliniengerechter medizinischer Indikationsstellung ist eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse möglich.

Newsletter

Neues von den Weight Doctors®

Neue Behandlungen, Termine wie unsere Webinare und Wissen rund ums Abnehmen – direkt in Ihr Postfach. Abmelden können Sie sich jederzeit mit einem Klick.

Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen, z. B. über den Abmeldelink in jeder E-Mail.

Geschützt durch einen datenschutzfreundlichen Spamschutz, ohne Tracking und ohne Cookies.

* Pflichtangaben

Beratung

Jetzt zu Ihrer Weight Doctors® Experience.

Der erste Schritt ist ein Gespräch: Wählen Sie hier online Behandlung, Standort und Termin – Beratung vor Ort, per Video oder am Telefon.

  • 100 ⁠% unverbindlich
  • Persönlich mit Ihrem Facharzt
  • Termin online, rund um die Uhr
  • 23 Standorte in 6 Ländern

Lieber telefonisch? 0800 84 84 777Mo–Fr 08–20 Uhr · Sa 09–15 Uhr

Weight Doctors® an 23 Standorten in 6 Ländern23 Standorte

Welcher Standort liegt Ihnen am nächsten?0800 84 84 777

Beratung buchenBeratung buchen

Persönliche Beratung

Haben Sie eine Frage?

Schreiben Sie uns – unser Team meldet sich persönlich bei Ihnen.