3.103 Bewertungender Weight Doctors® Gruppe · 97 ⁠% WeiterempfehlungsrateRatgeber · 7 Min. Lesezeit

Welcher Arzt hilft beim Abnehmen? Vom Hausarzt bis zum Adipositaszentrum

Sie möchten nicht mehr allein abnehmen, sondern mit ärztlicher Unterstützung – wissen aber nicht, wohin? Wer wofür zuständig ist und welcher Weg zu Ihrer Situation passt.

Das Wichtigste in Kürze

  1. Erste Anlaufstelle ist die HausarztpraxisDort werden Gewicht, Blutdruck und Blutwerte geprüft, mögliche Ursachen abgeklärt und bei Bedarf Überweisungen ausgestellt.
  2. Ernährungsmedizin ist eine ärztliche ZusatzqualifikationEine Ernährungsmedizinerin oder ein Ernährungsmediziner ist Ärztin oder Arzt mit Weiterbildung in Ernährung. „Ernährungsberater“ ist dagegen keine geschützte Bezeichnung.
  3. Fachärztinnen und Fachärzte für besondere FragenHormone, Leber, Magen, Psyche oder eine mögliche Operation gehören in die passende Fachrichtung.
  4. Ein Adipositaszentrum bündelt allesBei starkem Übergewicht oder Begleiterkrankungen arbeiten dort mehrere Fachrichtungen nach einem gemeinsamen Plan.
  5. Die Kasse zahlt nicht allesDiagnostik beim Arzt ist Kassenleistung, viele Abnehmprogramme und Medikamente zur Gewichtsreduktion sind es derzeit nicht.

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Abnehmen mit Arzt: wann ärztliche Hilfe sinnvoll ist

Abnehmen mit Arzt ist kein Zeichen von Schwäche, sondern bei Adipositas die medizinisch empfohlene Herangehensweise. Adipositas ist eine chronische Erkrankung, an der Stoffwechsel, Hormone, Veranlagung und Lebensumstände beteiligt sind. Ärztliche Begleitung hilft, Ursachen zu erkennen, Begleiterkrankungen zu behandeln und einen Weg zu finden, der zur eigenen Situation passt.

Ärztliche Unterstützung ist besonders sinnvoll, wenn:

  • Ihr BMI bei 30 oder darüber liegtAb diesem Wert spricht man von Adipositas. Ihren Wert berechnen Sie mit dem BMI-Rechner.
  • Begleiterkrankungen bestehenetwa Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes, erhöhte Blutfette, Fettleber, Gelenkbeschwerden oder Schlafapnoe – dann auch schon bei niedrigerem BMI.
  • mehrere ernsthafte Versuche nicht geholfen habenWenn das Gewicht trotz Ernährungsumstellung nicht sinkt oder immer wieder zurückkommt.
  • das Gewicht Sie belastetkörperlich, im Alltag oder seelisch.

Welche medizinischen Gründe hinter erfolglosen Abnehmversuchen stecken können, erklärt der Ratgeber Ich will abnehmen, schaffe es aber nicht.

Die Hausarztpraxis: erste Anlaufstelle

Für die meisten Menschen beginnt der Weg in der Hausarztpraxis. Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt kennt Ihre Vorgeschichte und Ihre Medikamente und kann die wichtigsten Untersuchungen veranlassen:

  • MessenGewicht, Größe, BMI, Taillenumfang und Blutdruck.
  • BlutwerteBlutzucker und Langzeitblutzucker (HbA1c), Blutfette, Leberwerte und der Schilddrüsenwert TSH.
  • Ursachen prüfenetwa Medikamente, die das Gewicht erhöhen, oder Hinweise auf eine Schlafapnoe.
  • WeiterleitenÜberweisung an Fachärztinnen und Fachärzte und, wenn nötig, eine ärztliche Bescheinigung für eine Ernährungsberatung.

Diese Abklärung ist bei medizinischem Anlass eine Leistung der Krankenkasse. Für eine längere Begleitung beim Abnehmen fehlt in der Hausarztpraxis allerdings oft die Zeit. Deshalb arbeiten Hausärztinnen und Hausärzte häufig mit Ernährungsfachkräften und spezialisierten Einrichtungen zusammen.

Beratungszimmer der Weight Doctors® in Stuttgart mit Besprechungstisch

Ernährungsmediziner: was die Bezeichnung bedeutet

Eine Ernährungsmedizinerin oder ein Ernährungsmediziner ist Ärztin oder Arzt, meist mit einer Facharztausbildung etwa in Allgemein- oder Innerer Medizin, und hat zusätzlich eine Weiterbildung in Ernährungsmedizin abgeschlossen. Sie können Ernährung und Erkrankungen zusammen beurteilen, zum Beispiel bei Diabetes, Fettleber oder nach einer Magen-OP, und eine ärztliche Therapie einleiten.

Daneben gibt es nichtärztliche Ernährungsfachleute. Die Bezeichnungen sagen unterschiedlich viel über die Ausbildung aus:

Diätassistentinnen und Diätassistenten: staatlich anerkannter Gesundheitsfachberuf mit geschützter Berufsbezeichnung.

Oecotrophologinnen, Oecotrophologen und Ernährungswissenschaftler: Studium der Ernährungs- und Haushaltswissenschaften.

Ernährungsberaterinnen und Ernährungsberater: keine geschützte Bezeichnung – die Qualifikation kann von einem Hochschulstudium bis zu einem kurzen Kurs reichen.

Fragen Sie deshalb nach der Ausbildung. Für eine Ernährungsberatung mit ärztlicher Bescheinigung gewähren viele Krankenkassen einen Zuschuss, wenn die Beratung von einer anerkannten Fachkraft durchgeführt wird. Klären Sie das am besten vorab mit Ihrer Kasse.

Fachärztinnen und Fachärzte für besondere Fragen

Je nach Befund überweist die Hausarztpraxis an die passende Fachrichtung:

Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie

Bei auffälligen Blutzuckerwerten, Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen oder anderen Hormonstörungen. Fachärztinnen und Fachärzte für Innere Medizin beurteilen auch Herz, Kreislauf und Stoffwechsel als Ganzes und können eine medikamentöse Adipositastherapie begleiten.

Gastroenterologie

Bei erhöhten Leberwerten, Fettleber, Sodbrennen oder Beschwerden des Magens. Gastroenterologinnen und Gastroenterologen führen Magenspiegelungen durch – die Grundlage für endoskopische Verfahren wie den Magenballon oder die Magenverkleinerung ohne Schnitt.

Allgemein- und Viszeralchirurgie

Wenn eine Magen-OP wie Schlauchmagen oder Magenbypass infrage kommt. Operiert wird in Kliniken mit Erfahrung in der Adipositaschirurgie, in der Regel nach einer strukturierten Vorbereitung.

Gynäkologie

Bei Zyklusstörungen, Verdacht auf ein PCO-Syndrom oder unerfülltem Kinderwunsch. Diese Hormonstörung hängt häufig mit Übergewicht und Insulinresistenz zusammen.

Psychotherapie und Psychiatrie

Bei Essanfällen, emotionalem Essen, Depression oder großer seelischer Belastung durch das Gewicht. Psychologische Begleitung ist auch fester Bestandteil der Vorbereitung auf eine Magen-OP.

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Professionelle Hilfe beim Abnehmen: worauf Sie achten sollten

Neben Arztpraxen und Kliniken gibt es viele Angebote, die professionelle Hilfe beim Abnehmen versprechen: Programme, Coaches, Apps und „Adipositas-Berater“. Diese Bezeichnung ist nicht geschützt; dahinter können ärztliche, ernährungswissenschaftliche oder ganz andere Qualifikationen stehen. Seriöse Angebote erkennen Sie an diesen Punkten:

  • Medizinische EinbindungVorerkrankungen und Medikamente werden erfragt, bei Bedarf ist eine Ärztin oder ein Arzt beteiligt.
  • Nachvollziehbare QualifikationAusbildung und Namen der Beratenden sind offen genannt.
  • Realistische Zielekeine Versprechen über bestimmte Kilos in kurzer Zeit.
  • Transparente KostenPreise, Laufzeit und Kündigung sind vorab klar.
  • Begleitung über die Abnahme hinausDas Gewicht zu halten, ist Teil des Plans.

Auch eine ärztliche Begleitung per Video kann sinnvoll sein, etwa für Verlaufskontrollen. Voraussetzung ist eine sorgfältige Anamnese durch eine Fachärztin oder einen Facharzt – gerade dann, wenn Medikamente verordnet werden sollen.

Welcher Arzt passt zu Ihrer Situation?

Zur Orientierung, ohne die ärztliche Einschätzung im Einzelfall zu ersetzen:

  • Leichtes Übergewicht ohne BeschwerdenHausarztpraxis zur Abklärung, dazu eine Ernährungsberatung durch eine anerkannte Fachkraft.
  • Adipositas ab BMI 30 oder Übergewicht mit Begleiterkrankungen: Hausarztpraxis, Ernährungsmedizin oder Innere Medizin; eine ärztlich geführte Therapie ohne Eingriff kann infrage kommen.
  • Auffällige Hormon-, Zucker- oder LeberwerteFachärztin oder Facharzt für Endokrinologie und Diabetologie oder für Gastroenterologie.
  • Hoher BMI oder mehrere erfolglose Therapienein Adipositaszentrum, das auch endoskopische Verfahren und Magen-OPs abdeckt.
  • Essanfälle oder starke seelische Belastungzusätzlich Psychotherapie.

Was zahlt die Krankenkasse?

  • Diagnostik und Behandlung von Begleiterkrankungenbei medizinischem Anlass Kassenleistung.
  • Ernährungsberatungbei vielen Kassen ein Zuschuss mit ärztlicher Bescheinigung.
  • Ärztlich geführte Therapie mit Medikamenten zur Gewichtsreduktion: von den gesetzlichen Krankenkassen derzeit nicht übernommen; private Versicherungen je nach Vertrag die ärztlichen Leistungen.
  • Magen-OPBei leitliniengerechter Indikation – häufig ab BMI 40 oder ab BMI 35 mit Begleiterkrankungen – besteht die Chance auf Kostenübernahme. Das multimodale Konzept zur Vorbereitung ist keine Kassenleistung. Einzelheiten unter Magenverkleinerung und Krankenkasse.

So bereiten Sie den Arzttermin vor

Ein gut vorbereitetes Gespräch spart Zeit und führt schneller zu einem Plan. Notieren Sie vorab:

Mitarbeiterin von Weight Doctors® am Telefon beim Erstkontakt
  • Gewichtsverlaufseit wann Sie zunehmen und ob es Auslöser gab, etwa Schwangerschaft, Rauchstopp, neue Medikamente oder belastende Lebensphasen.
  • Bisherige Versuchewelche Diäten oder Programme Sie gemacht haben und was danach passiert ist.
  • Medikamentealle Präparate mit Dosierung, auch Nahrungsergänzungsmittel.
  • Beschwerdenetwa Müdigkeit, Schnarchen, Gelenkschmerzen, Zyklusstörungen oder Heißhunger.
  • Ihr Zielwas Sie erreichen möchten – gesundheitlich und im Alltag.

Beratung

Bei den Weight Doctors® arbeiten Fachärztinnen und Fachärzte aus Chirurgie, Innerer Medizin und Gastroenterologie zusammen – vom Ernährungscoaching über die Weight Doctors® GLP-⁠1 Pharmakotherapie bis zur Magenverkleinerung. Bevor wir eine Behandlung empfehlen, prüfen drei Fachleute, ob sie zu Ihnen passt; wer bei uns behandelt, sehen Sie unter Unsere Fachärzte. Die Beratung ist persönlich, telefonisch oder per Video möglich und 100 ⁠% unverbindlich: Beratung buchen

Häufige Fragen

Fragen und Antworten

Ihre Frage ist nicht dabei? Im Beratungsgespräch nimmt sich Ihr Facharzt Zeit dafür.

Welcher Arzt hilft beim Abnehmen?

Erste Anlaufstelle ist die Hausarztpraxis. Sie klärt Ursachen und Begleiterkrankungen ab und überweist bei Bedarf weiter – an Ernährungsmedizin, Innere Medizin, Endokrinologie, Gastroenterologie oder Psychotherapie. Bei starkem Übergewicht ist ein Adipositaszentrum sinnvoll, in dem diese Fachrichtungen zusammenarbeiten.

Kann mir mein Hausarzt beim Abnehmen helfen?

Ja. Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt kann Blutwerte prüfen, Ursachen wie Medikamente oder eine Schilddrüsenunterfunktion erkennen und Begleiterkrankungen behandeln. Für eine längere Begleitung arbeitet die Praxis oft mit Ernährungsfachkräften oder einem Adipositaszentrum zusammen.

Was macht ein Ernährungsmediziner?

Eine Ernährungsmedizinerin oder ein Ernährungsmediziner ist Ärztin oder Arzt mit einer Zusatzqualifikation in Ernährungsmedizin. Sie beurteilen Ernährung und Erkrankungen gemeinsam, etwa bei Diabetes oder Fettleber, und können eine ärztliche Therapie einleiten. Eine Ernährungsberatung ohne ärztliche Ausbildung ersetzt das nicht.

Was ist ein Adipositas-Berater?

Die Bezeichnung ist nicht geschützt. Dahinter können Ernährungsfachleute, Coaches oder Ärztinnen und Ärzte stehen. Fragen Sie nach der Ausbildung und danach, ob bei medizinischen Fragen eine Ärztin oder ein Arzt eingebunden ist.

Zahlt die Krankenkasse einen Arzt zum Abnehmen?

Die ärztliche Untersuchung und die Behandlung von Begleiterkrankungen übernimmt die Kasse bei medizinischem Anlass. Für eine Ernährungsberatung gibt es bei vielen Kassen einen Zuschuss. Medikamente zur Gewichtsreduktion und viele Abnehmprogramme zahlen die gesetzlichen Kassen derzeit nicht.

Brauche ich eine Überweisung ins Adipositaszentrum?

Das hängt vom Zentrum und vom geplanten Weg ab. Für eine erste Beratung ist oft keine Überweisung nötig. Für eine Operation auf Kassenkosten sind ärztliche Unterlagen und eine dokumentierte Vorbereitung erforderlich.

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Breites Leistungsangebot
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  9. Nach dem AbnehmenAuch auf Kasse möglich*Weight Doctors® RESHAPENach dem Abnehmen

* Bei leitliniengerechter medizinischer Indikationsstellung ist eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse möglich.

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