Gefahren und Risiken des Metabolischen Syndroms

Aufgrund des Wechselspiels der einzelnen Komponenten des Metabolischen Syndroms nehmen Übergewichtige immer mehr zu. Viele Betroffene empfinden ihre stetige Gewichtszunahme schon allein aus ästhetischen Gründen als eine starke Belastung. Doch das Bauchfett des Metabolischen Syndroms ist weit mehr als eine Frage der Optik; gemeinsam mit den vier oft als tödliches Quartett bezeichneten Stoffwechselstörungen des Metabolischen Syndroms beeinträchtigt es den Energiestoffwechsel und kann so etliche metabolische Erkrankungen hervorrufen. Im Folgenden stellen wir Ihnen die häufigsten auftretenden Folgeerkrankungen des Metabolischen Syndroms vor.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Erhöhtes Risiko zu Herzinfarkt und Schlaganfall

Das Metabolische Syndrom verbirgt viele Gesundheitsrisiken, doch die prägnanteste Gefahr ist wohl das stark erhöhte Risiko zu Herzinfarkt und Schlaganfall. Alle vier Stoffwechselstörungen des Metabolischen Syndroms können zur Arteriosklerose (Arterienverkalkung) führen und so den Herz-Kreis-Lauf erheblich beeinträchtigen. Abgeschlagenheit, Schwäche und häufiges Schwindelgefühl gehören daher zu den ersten Anzeichen des Metabolischen Syndroms. Beim Voranschreiten der Arteriosklerose können Durchblutungsstörungen der Beine, Angina Pectoris (anfallartiger Schmerz in der Brust), koronare Herzkrankheiten und Atemnot auftreten. Wird schließlich das Herz nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt, folgt ein Herzinfarkt. Passiert dasselbe im Gehirn, bedeutet dies ein Schlaganfall.

Diabetes Typ 2

Diabetes Typ 2, auch als Altersdiabetes bekannt, gehört zu einem der fünf möglichen Kennzeichen des Metabolischen Syndroms und kann zu gravierenden Folgeerkrankungen führen. Das Zuviel an Zucker verengt nicht nur die Adern und führt so zu etlichen Herz-Kreis-Laufkrankheiten, sondern greift auch die Nerven an. Daher hat jeder zehnte Zuckerkranke eine so genannte Neuropathie, einen Nervenschaden. Dies kann von kleineren Augen- und Nierenschäden bis hin zur Blindheit und Nierenversagen führen. Außerdem verschlechtert Diabetes die Wundheilung und steigert das Entzündungsrisiko. Letzteres macht sich besonders häufig durch den so genannten Diabetischen Fuß bemerkbar: Der Fuß entzündet sich und heilt nicht mehr. Auch vom Metabolischen Syndrom Betroffene, die keine erhöhten Blutzuckerwerte aufweisen, sollten das Diabetes-Risiko im Auge behalten. Denn Übergewicht ist ein häufiger Auslöser von Diabetes-Typ-2. Bei einem BMI über 30 steigt das Diabetes-Risiko im Vergleich zum Normalgewichtigen auf das 30-fache an.

Organschäden

Der mit dem Metabolischen Syndrom häufig einhergehende arterielle Bluthochdruck kann neben Herz-Kreislauf-Erkrankungen auch Organschäden verursachen. So kann Bluthochdruck die Blutgefäße des Auges verengen und so zu einer Hypertensiven Retinopathie führen, was sich durch Abnahme der Sehschärfe oder Ausfälle im Gesichtsfeld (Skotom) bemerkbar macht. Auf Dauer kann Bluthochdruck zudem die feinen Blutgefäße der Nieren beschädigen. Ein chronisches Nierenversagen ist daher oft Folge eines nicht behandelten Bluthochdrucks.

 

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